Mittwoch, 7. Mai 2025

22.05. 25 18:30 – Eva Kernbauer

Publikum Sein und Publikum Haben

Seit dem 18. Jahrhundert wendet sich die Kunst an ein Publikum, das sie nicht kennt. Seitdem ringen Künstler*innen und Ausstellungen damit, keinen Einfluss darauf zu haben, was das Publikum mit der Kunst macht oder anfangen kann. Fühlen sich die Richtigen gemeint? Sollen alle alles verstehen?

Auch Marta Minujín wollte mit ihrer Arbeit MINUCODE (1968) bestimmen, wer ihr Publikum ist und wollte wissen, wie es sich verhält und wie es aussieht, wenn es eine ästhetische Erfahrung macht, und so die „Codes“ der Kunst, wie sie es im Titel andeutete, freilegen.

Im Rahmen des Projekts Offene Codes laden wir die Wiener Kunsthistorikerin Eva Kernbauer ein. Ihre Auseinandersetzung mit 

dem Platz des Publikums verfolgt Fragen nach den Orten und Medien der Kunstöffentlichkeit an ihre Ursprünge ins 18. Jahrhundert zurück und verknüpft sie mit den noch heute geltenden Bedingungen des Zeigens von Kunst. Mit Eva Kernbauer wollen wir die Rollen diskutieren, die Publikum Sein und Publikum Haben bedeuten.

 

Eva Kernbauer ist Kunsthistorikerin und lehrt an der Universität für angewandte Kunst in Wien, wo sie den Fachbereich Kunstgeschichte leitet. Das Thema der Öffentlichkeit und des Publikums beschäftigt sie immer wieder. So in ihrem Buch „Der Platz des Publikums“ (2011), oder jüngst in „Öffentlich/keit machen: Das Publikum als Bild und Wert“, erscheint 2025 in: Sigrid Adorf, Sønke Gau, Basil Rogger (Hg.), going public. Praktiken des Veröffentlichens im Kunstfeld bei Diaphanes, Zürich.

 

Das Tischgespräch im Maximiliansforum am 22.05. beginnt um 18:30

 

Offene Codes ist Teil des Projektes if then else, April bis Juni 2025 im Maxforum, von Anna Lena von Helldorff und Gästen

Grafik: Anna Lena von Helldorff

Keine Kommentare: