17.02.2022-20.02.2022
Vom 17. bis zum 20. Februar 2022 findet der 100. Kunsthistorische Studierendenkongress (KSK) zum Thema VER•WANDLUNG•EN digital am Zentralinstitut für Kunstgeschichte und am Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München statt. Der KSK ist ein von Studierenden für Studierende durchgeführter Kongress und wird seit 1969 ausgetragen. Seit einigen Jahren findet er jedes Semester in wechselnden Städten im deutschsprachigen Raum statt.
Vom gotischen Flügelaltar über Allegorien in der Malerei der Renaissance, die Emanzipation des Künstlers von seinem Handwerkerstatus, Bilderstürme, endlose Streitigkeiten im Französischen Salon des 19. Jahrhunderts, Tug-of-War-Kämpfe zwischen Realismus und Abstraktion, Manifeste vielzähliger Ismen, die zunehmende „Entdeckung“ von Künstlerinnen im Verlaufe der letzten Jahrzehnte, hin zu einer zunehmenden Asynchronität von Kunstgeschichtsschreibung im Verlauf des 20. Jahrhunderts, einer stark polemisierten „Kunstgeschichte der Welt“ und den Digital Humanities, Datenbanken und NFTs: Verwandlung, Metamorphose und Transformation sind ständige Begleiterinnen der Kunst(geschichte).
Gerade das vergangene Jahr verdeutlichte, wie sich das Leben von uns Studierenden in kürzester Zeit extrem ändern kann. Seit dem Ausbruch der Pandemie Anfang 2020 sind drei digitale Semester vergangen und die letzten zwei KSK fanden online statt. An den Universitäten und darüber hinaus führte die zeitweise Isolation dazu, dass schon zuvor existente Probleme mit einer neuen Dringlichkeit und Aktualität in den Vordergrund getreten sind. Postkoloniale Debatten, Gleichstellung, Beschäftigungsverhältnisse an unterschiedlichen Institutionen der Kunstwelt und strukturelle Probleme an Universitäten sind nur einige davon. Auch Fragestellungen wie diese sehen wir als interessante Diskussionsansätze, die dabei helfen können, unsere Disziplin zu formen und weiterzuentwickeln.
Unser Thema VER•WANDLUNG•EN bezieht sich demnach nicht nur auf künstlerische Sujets verschiedener Epochen, sondern auch auf Methoden, Strukturen und Institutionen der Kunstgeschichte und angrenzender Disziplinen. Als Organisationsteam des 100. KSK erachten wir es als substantiell, einen aktiven Austausch unter den Studierenden zu fördern. Da dieser Aspekt einen hohen Stellenwert in der nun fünfzigjährigen Geschichte der KSK einnimmt und eingenommen hat, möchten wir darauf einen besonderen Fokus legen.
Anmeldung, Call for Papers und mehr Informationen unter www.derksk,org
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