Hassan, Fatme und Feodor – die drei Namen stehen stellvertretend für die große Zahl fremder Menschen, deren Leben und Wirken an den deutschen Adelshöfen dokumentiert ist. Bei Hofe arbeiteten sie häufig als Kammerdiener und -dienerinnen oder als Pauker und Trompeter. Einst waren sie Fremde: Hassan, Fatme und Feodor gehören zu den vielen Menschen aus Asien, Afrika, Amerika oder den europäischen Gebieten des Osmanischen Reiches, die an den deutschen Adelshöfen lebten und arbeiteten. Aus freien Stücken waren die wenigsten von ihnen gekommen. Viele waren „Beute“ aus den sogenannten Türkenkriegen oder auch Sklaven. Bei Hofe inszenierte man sie als „Exoten“. Dem Fürsten und seinem Hofstaat sollten sie besonderen Glanz verleihen. Obwohl sie eine so große Rolle für die höfische Repräsentation spielten, sind sie heute fast vollständig vergessen.
Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg laden ein zu einem digitalen Werkstattgespräch. Im Rahmen der Veranstaltung präsentiert der österreichische Regisseur Markus Schleinzer seinen Spielfilm ANGELO (2018) über den berühmten Wiener „Hofmohren“ Angelo Soliman.
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Datum / Uhrzeit: 18.11.2021 / 15.30 – 21.30 Uhr
Ort: online
Anmeldung unter fremde-bei-hofe@ssg.bwl.de
Nähere Informationen und Anmeldung unter www.schloesser-und-gaerten.de
Staatliche Schlösser und Gärten
Baden-Württemberg
Schlossraum 22 a
76646 Bruchsal
FREMDE MENSCHEN AN
DEUTSCHEN ADELSHÖFEN
BILDNACHWEIS SSG: Arnim Weischer // Designkonzept: www.jungkommunikation.de

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