Protestformen der Kunst
Vortragsreihe "Künste unter Druck"
Donnerstag, 26. November 2020, 19:30 Uhr
via Zoom
Von Protesten, Zwergen und Klopapier. Ein Blick nach Polen
Prof. Dr. Berenika Szymanski-Düll
Die Geschichte Polens ist – bedingt durch zahlreiche politische Turbulenzen – sehr stark mit dem Begriff des Protests verbunden. Wie dieser auf kreative Weise vollzogen werden kann, werde ich in diesem Vortrag anhand der Organgenen Alternative und ihrer Aktivitäten in den 1980er Jahren ausführen.
Fotografie unter Druck: Fotos aus dem Scheunenviertel im Berlin der 1920er/30er Jahre
Prof. Dr. Hildegard Fruebis (LMU München)
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das in Berlin-Mitte gelegene Scheunenviertel zu einem der Zuzugsgebiete ost- und mitteleuropäischer Juden. Vor allen in den 1920er Jahren bildete Berlin insgesamt eine Transitstation zwischen Ost und West und wurde zu einer bedeutenden Drehscheibe für die aus dem östlichen Europa einwandernden Juden. In der Vorstellung vieler Juden aus dem östlichen Europa verband sich das Quartier in Berlins Mitte mit der Hoffnung auf ein besseres Leben im Westen. Dagegen galt das Viertel für die überwiegende Mehrheit der Berliner Bevölkerung als ein Ort, der die Schattenseiten der Großstadt verkörperte. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands und Berlin als neuer/alter Hauptstadt wurde das Quartier ein Ort, dessen Vergangenheit nostalgisch verklärt und mit dem Label des „Judenviertels“ versehen wurde. So wie das Stadtviertel in der Mitte Berlins politisch und gesellschaftlich immer wieder unter Druck verschiedenster Ansprüche geriet, so gilt dies auch für die Fotografie und ihre Perspektiven auf die Bewohner des Quartiers.
Weiter Informationen und Zoom-Link auf der Seite des Departments

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