Workshop
des Instituts für Kunstgeschichte der LMU München und des Museums Penzberg –
Sammlung Campendonk
23. Juni
2017
Ort:
München, Landesamt für Denkmalpflege, Alte Münze, Hofgraben 4, Säulenhalle
Der
Workshop wird die zeitgenössischen Kontexte der Entstehungszeit erster,
moderner Hinterglasbilder in den 1910er- und 1920er-Jahren untersuchen und
hierbei einen Schwerpunkt auf der Berliner Galerie DER STURM haben. Dem STURM
kommt eine wichtige und bislang von der Forschung vernachlässigte Bedeutung für
die Verbreitung der Technik zu. Um die Kunsthändler und Sammler Herwarth und
Nell Walden hatte sich ein regelrechtes „Zentrum“ der Hinterglasmalerei
entwickelt, das Strahlkraft auf viele dem STURM angeschlossene Künstler hatte.
Es stellt sich die Frage, wie prägend die Galerie und Zeitschrift STURM bei der
Verbreitung des gläsernen Bildträgers als neues künstlerisches Ausdrucksmittel
war. Auch wird über technische und ästhetische Aspekte der Hinterglasmalerei im
Kontext der Kunstströmungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu diskutieren sein.
Welche Aspekte faszinierten die Künstlerinnen und Künstler am Zusammengreifen
von Malerei und Glas? War die STURM-Galerie alleinige Plattform für
Hinterglasmalerei in den 1910er- und 1920er-Jahren oder wurde auch an anderen
Orten – national wie international – ausgestellt und gesammelt?
10:00 Burcu Dogramaci und Diana
Oesterle
Begrüßung und Einführung
10:30 Diana Oesterle (Penzberg)
Von Bayern nach Berlin.
Die Anfänge der Hinterglasmalerei im STURM
11:15 Maaike van Rijn (Stuttgart)
„Wenn man die Farben
leuchtend geistlich haben will, dann wird eine Zeit kommen, dass Ölfarben und
Leinwand sich dafür nicht mehr eignen.“ Gespräche über Glas in der
Korrespondenz und im Kontakt zwischen den Künstlerinnen beim STURM
12:00 Marei Döhring (München)
Hinterglasrahmen als Inspiration für avantgardistische Künstlerrahmen am
Beispiel Kandinskys
12:45 Mittagsimbiss
14:00 Sophie Goetzmann (Paris)
Transparente
Faszination: das Motiv des Glases in den Werken von Robert Delaunay, Ludwig
Meidner, Lyonel Feininger und Bruno Taut in Berlin
14:45 Gregor Wedekind (Mainz)
Hinter Glas. Zu einer
materiellen Dimension der Malerei Paul Klees
15:30 Kaffeepause
16:00 Dorothea
Niggemeier (Ingolstadt)
Glas – ein „fundamentales Medium“ im Werk Erich
Buchholz
16:45 Ulrich Röthke (Cottbus)
Adolf
Hölzel und die Hinterglasmalerei
18:00 Simone Bretz
(Garmisch-Partenkirchen), Heike Stege (München)
Gespräch über das von der VolkswagenStiftung geförderte Forschungsprojekt
„Hinterglasmalerei als Technik der Klassischen Moderne 1905-1955“
19:30 Tagungsende
Moderation:
Burcu Dogramaci (München), Christian Fuhrmeister (München), Diana Oesterle
(Penzberg)
Organisation:
Prof. Dr. Burcu Dogramaci (Institut für Kunstgeschichte der LMU München) und
Diana Oesterle (Museum Penzberg – Sammlung Campendonk)
Teilnahme:
kostenfrei. Anmeldung bis 16. Juni unter: susann.kuehn@gmx.de
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