Künstlergespräch am kommenden Donnerstag, den 27. April 2017, 19 Uhr, Museum Brandhorst, München
Ganz im Sinne des Ausstellungstitels bildet
ein Künstlergespräch zwischen Wade Guyton und seiner langjährigen Mitarbeiterin
Jeanette Mundt am Donnerstag, den 27. April 2017, um 19 Uhr den Auftakt zum
letzten Ausstellungswochenende von „Wade Guyton – Das New Yorker Atelier“.
Mundt, die Guytons Werk aus nächster Nähe kennt und begleitet, wird in sein
Schaffen einführen sowie die neue Werkserie und die Ausstellung im Museum
Brandhorst aus ihrer persönlichen Perspektive einordnen. Über weiterführende
Fragen entwickelt sich anschließend das Gespräch mit Wade Guyton.
Jeanette Mundt selbst ist Künstlerin und
Autorin. Sie lebt und arbeitet in New York. Seit 2011 begleitet sie Guytons
Schaffen in seinem Atelier. Auf dem Titelmotiv zur Ausstellung ist sie in der
so charakteristischen Küchenszene des Ateliers in eine angeregte Diskussion
vertieft zu sehen. Ihre Arbeiten wurden in Einzelausstellungen in der Société, Berlin,
der Green Gallery, Milwaukee und dem OffVendome, New York, präsentiert. Darüber
hinaus war sie in Gruppenausstellungen im CAPC musée d’art contemporain,
Bordeaux, im White Columns, New York, und im Westfälischen Kunstverein,
Münster, vertreten. 2015 gründete sie den Eigenverlag „Dasmundt“.
Im Anschluss wird das Gespräch für Fragen des
Publikums geöffnet. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Der
Eintritt ist kostenfrei.
Nach der Veranstaltung wird Wade Guyton Ausstellungskataloge auf Wunsch persönlich signieren.
Nach der Veranstaltung wird Wade Guyton Ausstellungskataloge auf Wunsch persönlich signieren.
Zur Ausstellung
Die Ausstellung „Wade Guyton – Das New Yorker Atelier“ präsentiert eine neue Bildserie des Künstlers, die in den letzten beiden Jahren entstanden ist. Während in seinem bisherigen Werk minimalistische Symbole wie die Buchstaben X und U, Streifen oder monochrome Flächen im Vordergrund standen, überraschen Guytons neue Leinwände mit vielfältigen Motiven und Techniken. Er wendet sich den heute allgegenwärtigen digitalen Praktiken des Handy-Schnappschusses, Screenshots und Zooms zu und integriert diese in seinen Werkprozess. Damit folgt er der rasanten Ausdehnung des digitalen Codes und dessen Vordringen in alle Lebensbereiche: Die morgendliche Zeitungslektüre wird ebenso festgehalten wie der Blick aus seinem Fenster, das Nachdenken über seine Bilder und Skulpturen sowie der Blick in ihre vergrößerte digitale Matrix. Dabei werden das räumliche, soziale und politische Umfeld des Arbeitsprozesses, die alltäglichen Verrichtungen ebenso wie die technologischen Bedingungen zum Schauplatz der Bildwerdung. Wade Guyton aktualisiert damit den kunsthistorischen Topos des „Atelier des Künstlers“ als Allegorie ästhetischer Selbstreflexion in einer digital vernetzten Lebenswelt.
Die Ausstellung „Wade
Guyton – Das New Yorker Atelier“ wird ab September 2017 auch in der Serpentine
Gallery, London, zu sehen sein.
Im
Museum Brandhorst wird die Ausstellung noch bis Sonntag, den 30. April 2017
gezeigt.
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