Donnerstag, 6. April 2017

Ein neuer Blick auf das 19. Jahrhundert. Datenanalyse für Kunsthistoriker

Im Sommersemester:
Ein neuer Blick auf das 19. Jahrhundert. Datenanalyse für Kunsthistoriker

Das lange 19. Jahr­hundert – ein Begriff, der von dem Historiker Eric Hobsbawm geprägt und vom Historiker Peter N. Stearns ver­allgemeinert wurde – bezieht sich auf die Zeit­spanne, die von der Französischen Revolution bis zum Ersten Welt­krieg reicht, in der Europa königlichen Macht erlebt hat, die Ent­stehung von zu­nehmend zentralisierten National­staaten, ein Gleich­gewicht der Mächte und erhebliche soziale und technologische Ver­änderungen.
Während dieser Zeit hat die europäische Kunst ebenso viele Ver­änderungen erlebt, unter anderem die abnehmende Be­deutung der Geschichts­malerei, eine erlangte Anerkennung von Kunst­genres, die bislang abgelehnt wurden, die Entstehung eines Ein­flusses der Natur­wissenschaften auf die Kunst, eine Abkehr von der Religion zugunsten von Ästhetik und wachsende Kunst­vielfalt und Kunst­markt.

Dieses Seminar hat zweierlei zum Ziel:
  1. Etwas über Datenanalyse zu lernen wie sie in der Digitalen Kunstgeschichte notwendig ist. Dabei kommen die Daten von Artigo.org und die Analysetools des Lehrstuhls von Professor Bry zum Einsatz.
  2. Erfahrungen mit der interdisziplinären Zusammen­arbeit von Kunst­geschichte und Informatik zu machen. Auch dies ist für die Digitale Kunst­geschichte entscheidend und führt zu spannenden neuen Blicken auf das 19. Jahrhundert.

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